Oxidationszahlen bestimmen
Geben Sie eine Verbindung ein — die Oxidationszahl jedes Elements wird sofort angezeigt.
Wie oft haben Sie überlegt, welche Oxidationszahl Schwefel in H2SO4 hat oder warum Sauerstoff fast immer −II ist? Genau dafür ist diese Seite.
Regeln zur Bestimmung der Oxidationszahl
- Elemente in reiner Form (z. B. Fe, O2, H2, Na) haben die Oxidationszahl 0.
- Sauerstoff hat fast immer −II — Ausnahme: Peroxide (H2O2) mit −I und Verbindungen mit Fluor.
- Wasserstoff hat meist +I — Ausnahme: Metallhydride (z. B. NaH), wo er −I hat.
- Alkalimetalle (Li, Na, K ...) haben immer +I, Erdalkalimetalle (Mg, Ca, Ba ...) immer +II.
- Fluor hat in Verbindungen immer −I.
- Die Summe aller Oxidationszahlen ist bei einem neutralen Molekül null, bei einem Ion gleich dessen Ladung.
- Die unbekannte Oxidationszahl eines Elements ergibt sich, indem man die bekannten Werte einsetzt und die Gleichung nach der Summenregel auflöst.
Beispiel H2SO4: 2×(+I) + Sox + 4×(−II) = 0 → Sox = +8 − 2 = +VI
Häufige Fragen
Was ist eine Oxidationszahl?
Die Oxidationszahl beschreibt die gedachte Ladung eines Atoms in einer Verbindung, wenn man annimmt, dass alle Bindungen vollständig ionisch sind — sie hilft, Redoxreaktionen zu erkennen und Verbindungen nach der Stock-Nomenklatur zu benennen.
Welche Oxidationszahl hat Sauerstoff fast immer?
Sauerstoff hat in fast allen Verbindungen die Oxidationszahl −II. Eine wichtige Ausnahme sind Peroxide wie H2O2, wo Sauerstoff −I hat, und Verbindungen mit Fluor, wo Sauerstoff positiv sein kann.
Wie berechnet man die Oxidationszahl in einer mehratomigen Verbindung?
Die Summe aller Oxidationszahlen in einem neutralen Molekül ist null, in einem Ion entspricht sie dessen Ladung. Setzt man die bekannten Oxidationszahlen (z. B. O = −II, H = +I) ein, lässt sich die unbekannte Oxidationszahl des restlichen Elements durch Auflösen der Gleichung berechnen.
Warum wird die Oxidationszahl bei Metallen in Klammern angegeben?
Viele Übergangsmetalle (Eisen, Kupfer, Mangan ...) können mehrere Oxidationszahlen annehmen. Die römische Zahl in Klammern nach dem Elementnamen — z. B. Eisen(III)-oxid — macht eindeutig, welche Oxidationszahl in der jeweiligen Verbindung vorliegt.